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Zellularpathologie der Seele

Die psychischen Strukturen der Genomkrankheit Schizophrenie 
und ihre zellbiologisch interpretierten sozialen Extrojektionen

 

Ich verstehe dieses Buch als einen Beitrag zur biologischen Grundlagenforschung von der Seite der Psyche her, die sich als die Innenseite des Lebens aus der Allgemeinen Biologie nicht ausgrenzen läßt und ihren Gesetzen gehorcht. Ich beschäftige mich mit der einen der beiden großen Genomkrankheiten, die es gibt. Beide greifen schicksalhaft in das Menschenleben ein. Der Krebs als Genomkrankheit einer Körperzelle vernichtet das einzelne Individuum. Die Genomkrankheit der Seelenzelle, die Schizophrenie, ist auch nicht immer mit dem Leben des von ihr Betroffenen vereinbar. Sie kann ihm nach akutem Ausbruch und fulminantem Verlauf den Tod bringen. Chronisch Kranke verhungern ohne ärztliche Hilfe, andere suizidieren sich. Sie alle werden heute in Krankenhäusern beobachtet; die Krankheit wird diagnostiziert und oft ziemlich erfolgreich behandelt. Unermeßlich viel bösartiger als der Körperkrebs ist die Genomkrankheit Schizophrenie in ihren anderen, nur scheinbar weniger auffälligen Manifestationen. In diesen Fällen sequestriert die Gesellschaft die Kranken nicht, die sie im allgemeinen sonst als Fremdkörper ausscheidet, sondern Teile von erleiden, geblendet von einem überirdischen Glanz, eine Art Besinnungsverlust. Sie werden unter Aufgabe ihrer historischen Identität und ihres inneren Halts hineingerissen in das prozeßhafte Geschehen einer mit Himmel-Höllen-Visionen tapezierten kranken Innenwelt. So öffnen sich die in ihrer eigentlichen Natur bisher vollkommen unerforschten Schlünde der Geschichte, die Abermillionen verschlungen haben, ganze Völker und nebenher das Deutsche Reich von 1871, das am 30. Januar 1933 verstarb, dessen Überbleibsel bis 1945 verheizt wurden und in Rauch aufgingen.

 

244 Seiten (broschur.)

ISBN 3-921 031-03-6

21,00 €

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