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Transzendenz und Katastrophe

Ernst Jünger im Spiegel der Hegelschen Philosophie 
Eine Psychopathologische Studie

 

Die Katastrophe als Freifahrschein zur Himmelfahrt, das ist in jungen Jahren Ernst Jüngers nicht bloß geglaubte, sondern gelebte Überzeugung, die viel erklärt. Es gilt, das für ihn so charakteristische Amalgam von äußerer Wirklichkeit und Innerlichkeit - "Der Kampf als inneres Erlebnis" ist ein Buchtitel des Siebenundzwanzigjährigen - zu entmischen. Das geschieht in diesem Buch. Transzendenz und Katastrophe sind in diesem Buch zwei Aspekte nur eines innerseelischen Ereignisses. Nicht Freuds Unbewußtes und schon gar nicht das "Bewußtsein", sondern eine bisher unbekannte und noch nie benannte Ganzheit, vom Autor "Die Seelenzelle" getauft, zerfällt blitzartig, in einem auch subjektiv oft als Blitz erlebten Augenblick, in zwei exakt symmetrische Hälften, die bei Hegel als "Extreme" auftreten. Zwischen ihnen, dort wo sie sich berühren, gibt es einen Ort, den Hegel "Die Mitte" nennt - Ernst Jünger hat dafür viele Synonyme -, wo Vernichtung stattfindet. Sie stellt sich dar als ein langsamer, aus kleinen Quanten sich speisender Verbrennungsprozeß, der nicht selten auch wirklich als Verbrennung erlebt wird. Über den Extremen steigt ein entfremdetes, "der Vernichtung nicht unterworfenes" (Ernst Jünger) Ich auf, von Jünger "Zweites Bewußtsein" genannt. Das beweglich gewordene, zwischen den Extremen pendelnde und über ihnen in die Höhe steigende Ich inspirierte den jungen Hegel zum Bilde vom "Göttlichen Dreieck". Dieses entfremdete Zweit-Ich ist Hegels "Weltgeist". Der Autor veranlaßt beide, Hegel und Jünger, sich gegenseitig zu interpretieren.

 

176 Seiten (gebunden)

ISBN 3-921 031-05-2

 

33,00 €

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