Die Bücher

Hitler, Steiner, Schreber

Gäste aus einer anderen Welt

 

Demonstration und genau ausgewiesene Dokumentation sind die solide Grundlage des Buches. Es werden drei Geisteskranke beschrieben, die es gemeinsam hatten, daß sie schriftstellerten und "philosophierten". Zwei von ihnen gelangten zu Weltruhm, ohne daß ihre Diagnose bekannt wurde. Der Dritte, Dr. jur. Schreber, erwarb als Krankenhauspatient und Verfasser seiner "Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken" in psychiatrischen Fachkreisen ein besonderes Ansehen. Eingeordnet in eine psychiatrische Krankenvorstellung lassen sich Hitler und Steiner als sozial scheinangepasste Schizophrene klassifizieren. Ihre "Weltanschauungen" finden eine schlüssige Deutung als Extraversionen innerer Leidenszustände. Die drei Kranken fühlten sich als Stammväter einer "neuen" Menschheit. Rudolf Steiner, okkulter Seher und "Götterbote", zeugt aus Atlantiern und Lemuriern von ihm so genannte "Keimrassen", Schreber wird zum Nationalheiligen seiner "neuen Menschen aus Schreberischem Geist", Hitler im Dienst der "Vorsehung" zum Schöpfer eines vorher noch nicht dagewesenen "Volkskörpers". Die geheimen Baugesetze der kranken Seele - im Lauf der Geschichte wie oft schicksalbestimmend - treten ins Licht rationalen Denkens. Es sind Zerfallsprodukte der autoaggressiv sich auflösenden Seele, die von den Kranken als "Rassen" mit positivem oder negativem Vorzeichen versehen werden. Das Ich setzt sich an die Spitze der "Hierarchie der Seelenfragmente". Besondere Hüllenstrukturen kapseln den Prozeß nach außen ab: die "ätherische Schädeldecke" Steiners, das "Himmelsgewölbe" Schrebers, das "Pantheon der Geschichte" Hitlers. Es ergibt sich ein funktioneller Zusammenhang dieser Gebilde mit schizophrenen Widerstands- und Auftriebs- (Levitations-) Erlebnissen. Die zwischen den "Rassen" (= Seelenfragmenten) spielende Selbstzerstörung objektivierte sich in Hitlers den Erdkreis einbeziehenden "Kampf".

 

Zweite Auflage im repräsentativem Leinenband (gebunden)

ISBN 3-921 031-00-1

36,00 €

  • verfügbar
  • 5 - 8 Tage Lieferzeit1

Transzendenz und Katastrophe

Ernst Jünger im Spiegel der Hegelschen Philosophie 
Eine Psychopathologische Studie

 

Die Katastrophe als Freifahrschein zur Himmelfahrt, das ist in jungen Jahren Ernst Jüngers nicht bloß geglaubte, sondern gelebte Überzeugung, die viel erklärt. Es gilt, das für ihn so charakteristische Amalgam von äußerer Wirklichkeit und Innerlichkeit - "Der Kampf als inneres Erlebnis" ist ein Buchtitel des Siebenundzwanzigjährigen - zu entmischen. Das geschieht in diesem Buch. Transzendenz und Katastrophe sind in diesem Buch zwei Aspekte nur eines innerseelischen Ereignisses. Nicht Freuds Unbewußtes und schon gar nicht das "Bewußtsein", sondern eine bisher unbekannte und noch nie benannte Ganzheit, vom Autor "Die Seelenzelle" getauft, zerfällt blitzartig, in einem auch subjektiv oft als Blitz erlebten Augenblick, in zwei exakt symmetrische Hälften, die bei Hegel als "Extreme" auftreten. Zwischen ihnen, dort wo sie sich berühren, gibt es einen Ort, den Hegel "Die Mitte" nennt - Ernst Jünger hat dafür viele Synonyme -, wo Vernichtung stattfindet. Sie stellt sich dar als ein langsamer, aus kleinen Quanten sich speisender Verbrennungsprozeß, der nicht selten auch wirklich als Verbrennung erlebt wird. Über den Extremen steigt ein entfremdetes, "der Vernichtung nicht unterworfenes" (Ernst Jünger) Ich auf, von Jünger "Zweites Bewußtsein" genannt. Das beweglich gewordene, zwischen den Extremen pendelnde und über ihnen in die Höhe steigende Ich inspirierte den jungen Hegel zum Bilde vom "Göttlichen Dreieck". Dieses entfremdete Zweit-Ich ist Hegels "Weltgeist". Der Autor veranlaßt beide, Hegel und Jünger, sich gegenseitig zu interpretieren.

 

176 Seiten (gebunden)

ISBN 3-921 031-05-2

 

33,00 €

  • verfügbar
  • 5 - 8 Tage Lieferzeit1

Hegels Geisteskrankheit oder das verborgene Gesicht der Geschichte

Psychopathologische Untersuchungen und Betrachtungen über das historische Prophetentum

 

Das Buch setzt die 1966 mit "Hitler, Steiner, Schreber" begonnenen Forschungsarbeiten über die Schizophrenie als Bindeglied zwischen Geistes- und Weltgeschichte fort. Es geht alle wissenschaftlichen Disziplinen an, deren Fachgrenzen es vermöge der Eigenart der in ihm enthaltenen Forschungsergebnisse quert, und bietet vor allem den Geisteswissenschaften für manche ihrer Objekte einen Schlüssel, dessen sie in Ermangelung des naturwissenschaftlich-medizinischen Erfahrungsfeldes nicht aus eigener Kraft habhaft werden konnten. 

AUS DEM VORWORT: 
Im Zentrum der vorliegenden Studien steht die den Vergesellschaftungsinstinkt auslösende Krankheit, die Schizophrenie, selbst, deren Symptomatologie an klinischen und historischen Beispielen erläutert wird. Die Kasuistik schließt mit einem Kommentar der Psychopathologie Georg Wilhelm Friedrich Hegels, die dieser unter dem Titel "System der Wissenschaft, Erster Teil, die Phänomenologie des (hinzuzusetzen: kranken) Geistes" selbst verfaßt hat.

Sollten sich die Ergebnisse dieser Untersuchungen als stichhaltig erweisen, so wäre es nicht unmöglich, daß die endlos scheinenden Diskussionen um Hegels "Philosophie" doch eines vielleicht noch fernen Tages zur Ruhe kommen. Würde dies nicht die Überwindung eines Gebirgsriegels bedeuten, der, bisher mehr dumpf geahnt als klar erschaut, den Weg in eine freiere und menschlichere Zukunft versperrt? So lautet die Frage, von der der Autor sich wünscht, daß sie den Leser durch sein Buch begleiten möge.

 

375 Seiten (broschur.)

ISBN 3-921 031-01-X

21,00 €

  • verfügbar
  • 5 - 8 Tage Lieferzeit1

Jean-Jacques Rousseau oder die Anatomie eines Pulverfasses

mit Betrachtungen über Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Adolf Hitler verbunden 
zu einer Vergleichenden Psychopathologie der Funktionsschizophrenie

 

Der Autor legt keine Pathographie im landläufigen Sinne vor, sondern, wie schon das Inhaltsverzeichnis deutlich genug belegt, ein selbständiges Denkwerk. Es ist immun gegen den Trivialvorwurf der Unverwertbarkeit biographischer Überlieferungen, weil sie in ihm gar nicht vorkommen. Seine Grundlage sind vielmehr ausschließlich feststehende, authentische Texte mit der an ihnen entdeckten Seelenäquivalenz der noch lebenden, immer noch weiterwirkenden Worte, weiche im Wege eines Quasipuzzlespiels die fast vollständige Rekonstruktion eines großen, geschichte- und gesellschaftsgestaltenden psychobiologischen Elementarphänomens erlauben, dessen vergröberte und vielgestaltig desintegrierte Ausprägungen als Krankheitsgruppe der Schizophrenien bekannt oder auch - wenn man will - unbekannt sind. Der Bedeutungswandel, dem dabei die Texturheber gegenüber ihrer bisherigen Geltung anheimfallen, ist nur eine Nebenwirkung. Gerade sie aber kann dem Laien das bringen, was er gern von der Wissenschaft erwartet, was er von ihr verlangt: den Nutzen. Hier ist er ein neues Stück Freiheit.

 

208 Seiten (gebunden)

ISBN 3-921 031-02-8

21,00 €

  • verfügbar
  • 5 - 8 Tage Lieferzeit1

Zellularpathologie der Seele

Die psychischen Strukturen der Genomkrankheit Schizophrenie 
und ihre zellbiologisch interpretierten sozialen Extrojektionen

 

Ich verstehe dieses Buch als einen Beitrag zur biologischen Grundlagenforschung von der Seite der Psyche her, die sich als die Innenseite des Lebens aus der Allgemeinen Biologie nicht ausgrenzen läßt und ihren Gesetzen gehorcht. Ich beschäftige mich mit der einen der beiden großen Genomkrankheiten, die es gibt. Beide greifen schicksalhaft in das Menschenleben ein. Der Krebs als Genomkrankheit einer Körperzelle vernichtet das einzelne Individuum. Die Genomkrankheit der Seelenzelle, die Schizophrenie, ist auch nicht immer mit dem Leben des von ihr Betroffenen vereinbar. Sie kann ihm nach akutem Ausbruch und fulminantem Verlauf den Tod bringen. Chronisch Kranke verhungern ohne ärztliche Hilfe, andere suizidieren sich. Sie alle werden heute in Krankenhäusern beobachtet; die Krankheit wird diagnostiziert und oft ziemlich erfolgreich behandelt. Unermeßlich viel bösartiger als der Körperkrebs ist die Genomkrankheit Schizophrenie in ihren anderen, nur scheinbar weniger auffälligen Manifestationen. In diesen Fällen sequestriert die Gesellschaft die Kranken nicht, die sie im allgemeinen sonst als Fremdkörper ausscheidet, sondern Teile von erleiden, geblendet von einem überirdischen Glanz, eine Art Besinnungsverlust. Sie werden unter Aufgabe ihrer historischen Identität und ihres inneren Halts hineingerissen in das prozeßhafte Geschehen einer mit Himmel-Höllen-Visionen tapezierten kranken Innenwelt. So öffnen sich die in ihrer eigentlichen Natur bisher vollkommen unerforschten Schlünde der Geschichte, die Abermillionen verschlungen haben, ganze Völker und nebenher das Deutsche Reich von 1871, das am 30. Januar 1933 verstarb, dessen Überbleibsel bis 1945 verheizt wurden und in Rauch aufgingen.

 

244 Seiten (broschur.)

ISBN 3-921 031-03-6

21,00 €

  • verfügbar
  • 5 - 8 Tage Lieferzeit1